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Warum manche Zähne im Kiefer bleiben – und wann eine Behandlung sinnvoll ist

Die Milchzähne fallen aus und nach und nach kommen die bleibenden Zähne. Doch manchmal passiert genau das nicht: Ein bleibender Zahn kommt einfach nicht durch.

Vielleicht bleibt eine Zahnlücke bestehen. Vielleicht sitzt der Milchzahn ungewöhnlich lange fest. Oder bei einer Röntgenaufnahme stellt sich heraus, dass der bleibende Zahn zwar vorhanden ist, aber noch im Kiefer liegt.

Das kann unterschiedliche Ursachen haben und bedeutet nicht automatisch, dass der Zahn entfernt werden muss.

Gerade bei bestimmten Zähnen besteht häufig die Möglichkeit, den natürlichen Zahn zu erhalten und ihn gemeinsam mit einer kieferorthopädischen Behandlung an seine richtige Position zu bringen.

Bei MKG UNIQUM untersuchen wir zunächst genau, warum ein Zahn nicht durchbricht und welche Behandlung in der jeweiligen Situation sinnvoll ist.


Warum kommt ein bleibender Zahn manchmal nicht durch?

Normalerweise entwickeln sich die bleibenden Zähne im Kiefer und brechen zu einem bestimmten Zeitpunkt durch das Zahnfleisch.

Manchmal wird dieser natürliche Weg jedoch behindert.

Mögliche Gründe sind beispielsweise:

Welcher Grund tatsächlich vorliegt, lässt sich meist erst nach einer Untersuchung und entsprechenden Röntgenaufnahmen feststellen.


Woran erkennt man, dass ein Zahn nicht richtig durchbricht?

Nicht immer verursacht ein Zahn, der noch im Kiefer liegt, Schmerzen.

Häufig fällt zunächst etwas ganz anderes auf:

Der erwartete Zahn erscheint einfach nicht.

Mögliche Hinweise sind:

Manchmal wird die ungewöhnliche Position auch nur zufällig auf einem Röntgenbild entdeckt.


Welche Zähne sind besonders häufig betroffen?

Ein bekanntes Beispiel sind Weisheitszähne. Sie können vollständig oder teilweise im Kiefer verbleiben.

Aber auch andere bleibende Zähne können betroffen sein.

Besonders wichtig sind dabei die oberen Eckzähne. Sie spielen sowohl für die Funktion des Gebisses als auch für das Erscheinungsbild eine wichtige Rolle.

Liegt ein Eckzahn noch im Kiefer, wird deshalb häufig geprüft, ob er erhalten und später an seine vorgesehene Position gebracht werden kann.


Muss ein Zahn, der im Kiefer liegt, entfernt werden?

Nein. Das ist eine der wichtigsten Botschaften für Patienten.

Ob ein Zahn entfernt werden muss, hängt davon ab, welcher Zahn betroffen ist und wo er sich befindet. Bei einem ungünstig liegenden Weisheitszahn kann beispielsweise eine Entfernung sinnvoll sein.

Bei einem bleibenden Eckzahn sieht die Situation häufig ganz anders aus. Hier kann versucht werden, den Zahn zu erhalten und in die Zahnreihe einzuordnen. Deshalb steht am Anfang immer eine individuelle Untersuchung.


Wie findet man heraus, wo der Zahn liegt?

Zunächst wird die Situation im Mund untersucht.

Mit Röntgenaufnahmen lässt sich anschließend feststellen, ob der Zahn vorhanden ist und ungefähr an welcher Position er sich befindet.

Bei komplexeren Situationen kann zusätzlich eine dreidimensionale Aufnahme mittels Digitaler Volumentomografie (DVT) sinnvoll sein.

Damit kann der Zahn räumlich dargestellt werden.

So lässt sich beispielsweise erkennen:

Diese Informationen helfen bei der Entscheidung, welche Behandlung sinnvoll ist.


Kann man einen Zahn, der nicht durchbricht, trotzdem erhalten?

In vielen Fällen: ja.

Insbesondere bei einem bleibenden Eckzahn kann es sinnvoll sein, den Zahn chirurgisch zugänglich zu machen. Diesen Eingriff nennt man Zahnfreilegung.

Das klingt zunächst komplizierter, als es für Patienten eigentlich ist. Das Ziel lautet nämlich ganz einfach: Der Zahn soll nicht entfernt, sondern dabei unterstützt werden, seinen richtigen Platz zu erreichen.


Was passiert bei einer Zahnfreilegung?

Bei einem kleinen oralchirurgischen Eingriff wird der noch unter dem Zahnfleisch oder im Kiefer liegende Zahn vorsichtig freigelegt.

Falls erforderlich, wird dafür auch etwas Knochen über dem Zahn entfernt. Anschließend kann ein kleines kieferorthopädisches Element am Zahn befestigt werden.

Über dieses kann der Zahn später langsam und kontrolliert in Richtung seiner vorgesehenen Position bewegt werden.


Wie kommt der Zahn anschließend an die richtige Stelle?

Hier arbeiten Oralchirurgie und Kieferorthopädie zusammen. Der Kieferorthopäde schafft gegebenenfalls zunächst den notwendigen Platz innerhalb der Zahnreihe.

Bei MKG UNIQUM erfolgt anschließend die chirurgische Freilegung des Zahnes. Danach wird der Zahn über die kieferorthopädische Behandlung Schritt für Schritt an die gewünschte Position bewegt.

Dieser Prozess benötigt Zeit – schließlich soll der natürliche Zahn möglichst schonend durch den Kiefer bewegt werden.


Ist eine Zahnfreilegung immer möglich?

Nein. Ob ein Zahn erhalten und eingeordnet werden kann, hängt von der individuellen Situation ab.

Eine Rolle spielen beispielsweise:

Deshalb lässt sich erst nach der Diagnostik entscheiden, welches Vorgehen die besten Voraussetzungen bietet.


Was ist bei Weisheitszähnen anders?

Bei einem Weisheitszahn besteht normalerweise nicht das Ziel, ihn chirurgisch freizulegen und anschließend kieferorthopädisch in die Zahnreihe zu bewegen.

Liegt ein Weisheitszahn ungünstig im Kiefer, verursacht Beschwerden oder besteht eine andere medizinische Indikation, kann eine Entfernung sinnvoll sein.

Bei einem verlager­ten Eckzahn wird dagegen häufig versucht, den natürlichen Zahn zu erhalten.


Was passiert nach dem Eingriff?

Nach einer Zahnfreilegung kann das Operationsgebiet vorübergehend empfindlich sein.

Auch leichte bis mäßige Schwellungen oder ein Spannungsgefühl können nach einem oralchirurgischen Eingriff auftreten.

Wichtig sind anschließend:

Wie lange die Heilung dauert, hängt vom Umfang des Eingriffs und der individuellen Situation ab.


Warum sollte man nicht zu lange warten?

Wenn ein bleibender Zahn nicht zum erwarteten Zeitpunkt durchbricht, sollte zunächst geklärt werden, warum.

Das bedeutet nicht, dass sofort operiert werden muss.

Eine frühzeitige Untersuchung kann aber wichtig sein, weil sich dadurch besser beurteilen lässt, ob der Zahn noch an seinen vorgesehenen Platz gebracht werden kann und welche Behandlung dafür notwendig wäre.

Gerade bei Kindern und Jugendlichen kann deshalb eine gute Abstimmung zwischen Zahnarzt, Kieferorthopädie und Oralchirurgie sinnvoll sein.


Fazit: Ein Zahn kommt nicht durch – was nun?

Wenn ein bleibender Zahn nicht erscheint, muss er nicht automatisch fehlen und auch nicht automatisch entfernt werden.

Manchmal liegt der Zahn lediglich an einer ungünstigen Position im Kiefer und schafft den Durchbruch nicht selbstständig.

Eine Untersuchung und Röntgendiagnostik zeigen, wo sich der Zahn befindet und welche Möglichkeiten bestehen.

Gerade bei bleibenden Eckzähnen kann eine operative Freilegung in Kombination mit einer kieferorthopädischen Behandlung dazu beitragen, den eigenen Zahn zu erhalten und an die richtige Position zu bewegen.


Häufige Fragen

Mein bleibender Zahn kommt nicht – wie lange sollte ich warten?

Der normale Zeitpunkt des Zahndurchbruchs ist individuell unterschiedlich. Wenn ein Zahn im Vergleich zur Gegenseite deutlich verzögert erscheint oder eine Lücke ungewöhnlich lange bestehen bleibt, sollte die Ursache untersucht werden.

Kann ein bleibender Zahn noch im Kiefer stecken?

Ja. Ein bleibender Zahn kann vollständig vorhanden sein, aber aufgrund seiner Lage oder fehlenden Platzes nicht selbstständig durchbrechen.

Muss ein Zahn im Kiefer immer gezogen werden?

Nein. Bei bestimmten Zähnen kann eine Freilegung mit anschließender kieferorthopädischer Behandlung sinnvoll sein.

Tut eine Zahnfreilegung weh?

Der chirurgische Eingriff wird unter entsprechender Betäubung durchgeführt. Nach der Behandlung können vorübergehend Wundbeschwerden und Schwellungen auftreten.

Kann ein Eckzahn, der im Kiefer liegt, noch an die richtige Position gebracht werden?

Das kann in vielen Fällen möglich sein. Entscheidend sind unter anderem die Position des Zahnes, das vorhandene Platzangebot und die individuelle Zahnentwicklung.


Ein bleibender Zahn kommt nicht durch?

Die Spezialisten von MKG UNIQUM beraten Sie an unseren Standorten in Bottrop, Dorsten und Gladbeck.

Durch eine sorgfältige Untersuchung und moderne bildgebende Diagnostik lässt sich feststellen, ob der Zahn vorhanden ist, wo er im Kiefer liegt und welche Behandlungsmöglichkeiten bestehen.

Wenn eine chirurgische Freilegung sinnvoll ist, kann diese in Abstimmung mit dem behandelnden Zahnarzt beziehungsweise Kieferorthopäden geplant werden.

Erfahren Sie mehr über unsere Oralchirurgie bei MKG UNIQUM

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