Komplexe Ausgangssituation im Frontzahnbereich
Bei diesem Patienten bestand eine ausgeprägte Alveolarkammatrophie in Regio 11/21. Das vorhandene Knochenangebot war nicht ausreichend, um die Implantate unmittelbar in einer regelrechten und langfristig geeigneten Position zu inserieren.
Gerade im ästhetisch besonders anspruchsvollen Frontzahnbereich sind stabile knöcherne Verhältnisse eine wesentliche Voraussetzung für eine präzise implantologische Versorgung. Die bestehende Defektsituation erforderte daher eine gezielte Rekonstruktion des fehlenden Knochenvolumens.
Simultane Implantation und geführte Knochenregeneration
Die Therapie erfolgte mittels simultaner Implantation mit dem ICX Implantatsystem und geführter Knochenregeneration (GBR – Guided Bone Regeneration).
Für die Rekonstruktion des knöchernen Defekts wurde eine Neogen PTFE-Membran eingesetzt. Die Fixierung der Membran erfolgte mit ICX Membranschrauben.
Die geführte Knochenregeneration ermöglicht es, einen vorhandenen knöchernen Defekt gezielt zu rekonstruieren und den für die Implantatversorgung erforderlichen Raum während der Regenerationsphase zu stabilisieren.
In diesem Fall konnten somit Implantation und Knochenregeneration simultan durchgeführt werden.
Einheilung und dreidimensionale Knochenregeneration
Nach abgeschlossener Einheilungsphase wurde die PTFE-Membran entfernt. Zu diesem Zeitpunkt zeigte sich ein vollständiges dreidimensionales Knochenregenerat.
Damit konnte die zuvor bestehende Defektsituation rekonstruiert und eine stabile knöcherne Grundlage im Bereich der Implantate geschaffen werden.
Im weiteren Behandlungsverlauf erfolgte die Insertion der ZeroBoneLoss-Gingivaformer.
Übergabe an die prothetische Versorgung
Nach Abschluss der chirurgischen Behandlungsphase wurde der Patient zur weiteren Versorgung an den überweisenden Kollegen zurückübergeben.
Dort erfolgte die definitive prothetische Versorgung. Das Ergebnis überzeugte sowohl ästhetisch als auch funktionell.
Der Fall zeigt damit den vollständigen Behandlungsweg von einer ausgeprägten Alveolarkammatrophie über die chirurgische Defektrekonstruktion und Implantation bis hin zur abschließenden prothetischen Versorgung.
Was dieser Patientenfall zeigt
Dieser Fall veranschaulicht, welche Möglichkeiten die Guided Bone Regeneration bei komplexen knöchernen Defektsituationen bietet.
Durch die präzise Defektrekonstruktion konnte ein dreidimensionales Knochenregenerat geschaffen und die Voraussetzung für die weitere implantologische und prothetische Versorgung hergestellt werden.
Gleichzeitig zeigt der Behandlungsverlauf die enge Zusammenarbeit zwischen MKG-chirurgischer Behandlung und der anschließenden Prothetik: von der chirurgischen Rekonstruktion bis zur Rücküberweisung für die definitive Versorgung.
Bei komplexen Knochenverhältnissen steht MKG UNIQUM überweisenden Kolleginnen und Kollegen als spezialisierter Ansprechpartner für die chirurgische Implantologie und Knochenregeneration zur Seite.
Eingesetzte Systeme und Materialien
Implantatsystem: ICX
Membranfixierung: ICX Membranschrauben
Membran: Neogen PTFE-Membran
Gingivaformer: ZeroBoneLoss-Gingivaformer
