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Knochenaufbau vor Zahnimplantaten – Wann ist er notwendig?

Zahnimplantate gelten heute als die modernste und langlebigste Lösung, um fehlende Zähne zu ersetzen. Damit ein Implantat jedoch dauerhaft stabil im Kiefer verankert werden kann, muss ausreichend Kieferknochen vorhanden sein. Ist dies nicht der Fall, kann ein Knochenaufbau vor der Implantation notwendig werden.

In unserer Praxis für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie begleiten wir Patienten aus Bottrop, Gladbeck, Dorsten und dem gesamten Ruhrgebiet bei der Planung und Durchführung von Knochenaufbauten und Implantatbehandlungen – auch in komplexen Ausgangssituationen.

Warum baut sich Kieferknochen überhaupt ab?

Der Kieferknochen benötigt eine regelmäßige Belastung durch die Zahnwurzel. Geht ein Zahn verloren, fehlt dieser natürliche Reiz. Die Folge: Der Knochen beginnt sich zurückzubilden.

Weitere Ursachen für einen Knochenschwund können sein:

  • Länger bestehende Zahnlücken
  • Parodontitis (Zahnfleischerkrankungen)
  • Entzündungen im Kieferbereich
  • Traumata oder Unfälle
  • Langjährig getragene Prothesen
  • Angeborene Knochenanomalien

Je länger ein Zahn fehlt, desto stärker kann der Knochenabbau fortschreiten.

Wann ist ein Knochenaufbau vor einem Zahnimplantat notwendig?

Ein Knochenaufbau wird erforderlich, wenn die vorhandene Knochenhöhe oder Knochenbreite nicht ausreicht, um ein Implantat sicher zu verankern.

Typische Anzeichen sind:

  • Zu schmaler Kieferknochen
  • Zu geringe Knochenhöhe
  • Starker Knochenverlust nach Zahnverlust
  • Knochenabbau durch Parodontitis
  • Zu wenig Knochen im Oberkieferseitenzahnbereich

Mithilfe moderner 3D-Röntgendiagnostik (DVT) kann das vorhandene Knochenangebot exakt vermessen werden. So lässt sich bereits vor der Behandlung feststellen, ob ein Knochenaufbau notwendig ist.

Welche Methoden des Knochenaufbaus gibt es?

Je nach Ausgangssituation kommen unterschiedliche Verfahren zum Einsatz.

Knochenaufbau mit Knochenersatzmaterial

Bei kleineren Defekten kann spezielles Knochenersatzmaterial eingesetzt werden. Dieses dient als Gerüst, auf dem sich neuer körpereigener Knochen bilden kann.

Eigenknochen-Transplantation

Bei größeren Defekten wird häufig körpereigener Knochen verwendet. Dieser kann beispielsweise aus dem Kieferbereich entnommen und an der gewünschten Stelle eingebracht werden.

Sinuslift im Oberkiefer

Im hinteren Oberkiefer ist die Kieferhöhle häufig ein limitierender Faktor für Implantate. Beim Sinuslift wird der Kieferhöhlenboden angehoben und der entstandene Raum mit Knochenmaterial aufgefüllt.

Dieses Verfahren gehört zu den bewährtesten Methoden des Knochenaufbaus im Oberkiefer.

Kann der Knochenaufbau gleichzeitig mit dem Implantat erfolgen?

In vielen Fällen ist eine sogenannte simultane Implantation möglich. Dabei werden Knochenaufbau und Implantation in einer Sitzung durchgeführt.

Ob dies möglich ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab:

  • Ausmaß des Knochendefekts
  • Stabilität des Implantats
  • Individuelle Heilungsvoraussetzungen
  • Allgemeiner Gesundheitszustand

Bei größeren Defekten erfolgt der Knochenaufbau zunächst separat. Nach einer Einheilphase von mehreren Monaten wird anschließend das Implantat gesetzt.

Ist ein Knochenaufbau schmerzhaft?

Dank moderner chirurgischer Verfahren und einer präzisen Planung empfinden viele Patienten den Eingriff deutlich angenehmer als erwartet.

Die Behandlung erfolgt unter:

  • Lokalanästhesie
  • Sedierung (Dämmerschlaf)
  • oder auf Wunsch Vollnarkose

Nach dem Eingriff können Schwellungen oder leichte Druckgefühle auftreten, die in der Regel gut kontrollierbar sind.

Wie lange dauert die Heilung?

Die Heilungsdauer hängt vom Umfang des Knochenaufbaus ab.

Als Orientierung gilt:

  • Kleinere Knochenaufbauten: ca. 3–4 Monate
  • Umfangreiche Knochenregenerationen: ca. 4–9 Monate

Während dieser Zeit bildet sich neuer, belastbarer Knochen, der die Grundlage für eine langfristig erfolgreiche Implantation schafft.

Knochenaufbau und Implantologie bei MKG UNIQUM

Nicht jeder Patient bringt ideale Voraussetzungen für ein Zahnimplantat mit. Genau hier beginnt unsere Spezialisierung.

Unsere Fachärzte für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie sowie Fachzahnärzte für Oralchirurgie verfügen über umfangreiche Erfahrung im Bereich Knochenaufbau, Knochenregeneration und Implantologie. Mithilfe moderner 3D-Diagnostik und individuell abgestimmter Behandlungskonzepte können häufig auch Situationen erfolgreich behandelt werden, die andernorts als schwierig oder nicht implantierbar eingestuft wurden.

Sie möchten wissen, ob für Ihr Zahnimplantat ein Knochenaufbau notwendig ist?
Gerne beraten wir Sie persönlich und erstellen anhand moderner 3D-Diagnostik einen individuellen Behandlungsplan.

 
 

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